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Die Zinssenkungen haben die Weltwirtschaft fest im Griff

Zinssenkungen haben die Weltwirtschaft fest im Griff

Die letzten US-Wachstumszahlen überraschten zwar nach oben, doch schwächen sich dessen ungeachtet die meisten weltwirtschaftlichen Indikatoren weiterhin ab. Die allermeisten Marktteilnehmer erwarten nach wie vor eine wirtschaftliche Belebung in den kommenden Monaten. Die Zinssenkung in den USA Ende Juli und das vorzeitige Ende des Bilanzabbaus der US-Notenbank (Fed) sollten mit einiger Verzögerung zusätzliche Wachstumsimpulse liefern. 

Was sagen die weltwirtschaftlichen Indikatoren aus?

Trotz des Wirtschaftswachstum in den USA schwächen sich die weltwirtschaftlichen Indikatoren ab, allerdings wird eine wirtschafltiche Belebung erwartet.

Die fiskalischen und geldpolitischen Stimuli in China dürften dann verstärkt in der Realwirtschaft ankommen und speziell auf Asien und Europa positiv ausstrahlen. Die Zinssenkung in den USA Ende Juli und das vorzeitige Ende des Bilanzabbaus der US-Notenbank (Fed) sollten mit einiger Verzögerung zusätzliche Wachstumsimpulse liefern. Ein gewisses Fragezeichen steht hinter der Inflationsentwicklung in den USA. Vieles spricht dafür, dass der jüngste Anstieg der Teuerungsrate nur ein vorübergehendes Phänomen ist. Die sich abzeichnenden neuerlichen Strafzölle von Präsident Trump und mögliche wetterbedingte Ernteausfälle bei Getreide könnten jedoch für zusätzliche inflationäre Impulse sorgen. Für die US-Notenbank wären dann weitere Zinssenkungen noch schwerer zu begründen als die vor wenigen Tagen vorgenommene.

Zinssenkungen in den USA wirken sich auf den Aktienmarkt aus

Nach den kräftigen Kursanstiegen im Juni verlor die Aktienrallye im Juli etwas an Schwung. Unterstützend wirkten weiterhin Zinssenkungshoffnungen in den USA, auch wenn sich die Erwartungen diesbezüglich im Monatsverlauf etwas abkühlten. Die US-Notenbank überraschte die Märkte zum Monatsende, indem sie zwar wie erwartet die Zinsen um 0,25 % senkte, dies aber ganz explizit nicht als Start eines neuen Zinssenkungszyklus verstanden wissen will. Zugleich betonte sie, dass sie weiterhin stark auf globale Risiken schauen wird, vor allem die Handelskonflikte.

Fast scheint es, als wenn US-Präsident Trump die Notenbank zu weiteren Zinssenkungen treiben möchte. Nur wenige Tage nach der Zinssenkung der Fed kündigte er zur allgemeinen Überraschung neue, umfangreiche Strafzölle auf chinesische Importe an. Die am Rande des G20-Gipfels Ende Juni vereinbarte „Feuerpause“ im Handelskrieg ist damit bereits wieder Geschichte. Momentan sind die Faktoren Liquidität und Fundamentaldaten auf den Aktienmärkten in etwa im Gleichgewicht, allerdings in einem recht fragilen. Abrupte Kursschwankungen je nach Daten- und Nachrichtenlage dürften uns daher auch in den kommenden Wochen und Monaten begleiten.

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Renditen teils auf neue Rekordtiefs

Die EU nimmt wieder das Anleihenkaufprogarmm auf und führt eine Zinssenkung durchDie Kurse auf den meisten Rentenmärkten legten im Juli abermals zu. Wie schon im Vormonat trieben Zinssenkungserwartungen für die USA und der mehr denn je zu verspürende „Anlagenotstand“ die Renditen weiter nach unten, teils auf neue Rekordtiefs. Zudem deutete die Europäische Zentralbank für den Herbst Zinssenkungen und die Wiederaufnahme ihres Anleihekaufprogramms an. Vor allem europäische HighYield-Anleihen legten daraufhin kräftig zu, wobei sie angesichts ihrer stark geschrumpften Renditen nur noch schwerlich das Attribut „HighYield“ verdienen. Über die Hälfte aller Euro-Staatsanleihen handelt jetzt mit negativen Renditen; schweizerische und deutsche Staatsanleihen inzwischen sogar ausnahmslos. Sollten sich die Markterwartungen hinsichtlich Zinssenkungen in den USA jedoch als übertrieben herausstellen und/oder sich die Weltkonjunktur schneller und stärker beleben als es die meisten Marktteilnehmer derzeit erwarten, dann birgt dies im Gegenzug ein gewisses Potential für Kurskorrekturen.

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Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: August 2019

Die Angaben beruhen auf dem Wissensstand des Verfassers Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. zum Erstellungszeitpunkt. Zu beachten ist, dass Prognosen keine verlässlichen Rückschlüsse auf künftige Entwicklungen zulassen.

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