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Was macht die Wiener Börse

Was macht eigentlich die Börse?

Meine kleine Schwester lernt für den Geschichtetest: die Gebäude der Wiener Ringstraße. “Staatsoper, Kunsthistorisches Museum, Naturhistorisches Museum, Parlament, Rathaus, Burgtheater, Börse,” murmelt sie vor sich hin. “Börse?”, wendet sie sich fragend an mich, “Was ist das eigentlich? Hat das etwas mit Geldbörse zu tun?”

Wir fahren entlang des Wiener Rings zur BörseJa, das hat es durchaus. Und auch wieder nicht. “Hast du etwas Zeit”, frage ich. Natürlich tut meine Schwester nichts lieber, als eine Pause beim Lernen einzulegen. Und schon sitzen wir in der Straßenbahn und drehen eine Runde um den Wiener Ring. An der Börse steigen wir aus.

“An Börsen erfolgt der Handel verschiedenster Waren und Güter. Zum Beispiel von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen, Indizes, von Zinsen, Währungen, Metallen, Rohstoffen und vielem mehr”, erzähle ich, als wir vor dem imposanten Gebäude stehen. “Und was tut dabei die Börse genau?”, bohrt meine Schwester nach.

Die Börse als Vermittler

“Der hauptsächliche Zweck der Börse ist, jenen, die Kapital geben, mit jenen, die Kapital nehmen, zusammenzubringen. Ansonsten wäre die Suche für einen Kapitalnehmer ziemlich unübersichtlich. Der Kapitalgeber erhält so an der Börse eine Auswahl an vielen Investitionsmöglichkeiten. Ähnlich wie bei einem reichhaltigen Buffet!” Meine Schwester, als Schleckermaul bekannt, lächelt versonnen. “Außerdem achten die Börsen sehr darauf, dass alles transparent und fair abläuft.

Die Börse ist also ein Marktplatz, an dem Käufer und Verkäufer von Vermögenswerten zusammenfinden. Die gehandelten Werte sind an der Börse physisch jedoch nicht vorhanden. Wertpapiere werden zum Beispiel in einer so genannten Sammelbank verwahrt. Der Verkauf erfolgt elektronisch und ist als Gutschrift am Depot, also auf einem Konto, sichtbar,” fasse ich zusammen.

Die Wiener Börse

“Ich hab mir Maria Theresia in mein Geschichteheft bei der Börse dazugeschrieben – den Rest kann ich leider nicht mehr lesen,” kichert meine Schwester verschmitzt. “Was war denn mit Maria Theresia und der Börse?”

“Maria Theresia hat die Wiener Börse gegründet. Und zwar als eine der ersten Wertpapierbörsen der Welt, bereits 1771. Heute betreibt die Wiener Börse neben Wien auch die Börse in Prag.

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Die Wiener Börse berechnet und veröffentlicht auch Indizes. Ein Index zeigt die Wertentwicklung einer bestimmten Auswahl von Werten, wie zum Beispiel die von Aktien oder Anleihen. Der wichtigste Aktienindex Österreichs ist der ATX (Austrian Traded Index). Der wird dir bestimmt im Fernsehen, im Radio oder in einer Zeitung öfters unterkommen. Neben diesem ATX werden auch noch 150 weitere Indizes berechnet.”

Die Geschichte der Börse

“Und seit wann gibt es das alles mit diesem Handel und der Börse?”, scheint meine Schwester noch immer interessiert.

“Bereits im 12. Jahrhundert trafen sich Händler auf öffentlichen Marktplätzen. Anfangs wurden dort alle möglichen Waren umgesetzt. Später folgten Wertpapiere. Diese wurden in Form von Schuldscheinen und Wechsel – also Schuldscheinen, die nicht an bestimmte Personen gebunden waren – gehandelt.

Das Wort „Börse“ selbst stammt aus der belgischen Stadt Brügge. In der belgischen Familie “van der Beurse” trafen sich 1409 dort Händler und gründeten damit die erste Börse Mitteleuropas.”

Die Wall Street ist die größte Börse der Welt

“Was du alles weißt”, ist meine Schwester beeindruckt. Und gibt es woanders auch noch Börsen?”

Die Wall Street ist die größte Börse der Welt“Danke für die Blumen! Das weiß ich auch nur durch meine Arbeit. Die größten Aktienbörsen der Welt kommen aus den USA. Die NYSE – New York Stock Exchange ist die größte Wertpapierbörse der Welt, besser bekannt unter dem Namen Wall Street. Darüber gibt es sogar einen Film, vielleicht schauen wir uns den einmal gemeinsam an. Zusammen mit der elektronischen Technologiebörse NASDAQ werden an der Wall Street zwei Drittel des weltweiten jährlichen Handels umgesetzt.

Weitere große Börsen mit großem Handelsvolumen sind die Börse in Tokyo (Tokyo Stock Exchange), in London (London Stock Exchange), in Korea (Korea Exchange) und in China (Shanghai und Shenzhen).”

Kaufst du auch an der Börse?

“Und,” fragt meine Schwester nachdenklich, “kaufst du da auch was an der Börse?”

Ich muss lachen. “Ja, seit ich mich etwas auskenne, schon! Leider gibt es noch immer das Gerücht, dass die Börse ein komplexer, undurchsichtiger Ort von Spekulationen ist.

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Wenn man aber zu Beispiel Aktien kauft, beteiligt man sich an Unternehmen. Und das ist auf lange Sicht – unter Inkaufnahme höherer Risiken – lukrativer als alle anderen Anlageformen. Unser Wohlstand in den Industrienationen wird auch von Unternehmen geschaffen und nicht vom Staat. Wenn man nun in Aktien von solchen gewinnbringenden Unternehmen investiert, kann man automatisch am Wirtschaftswachstum teilhaben. Ist das nicht faszinierend? Auch wenn natürlich Kapitalverluste nie ganz ausgeschlossen sind.”

“Okay, das klingt spannend. Vielleicht mach ich das auch einmal. Aber jetzt hätte ich Lust auf etwas Süßes,” meint meine Schwester und hat auch schon ihren typischen Dackelblick aufgesetzt. Natürlich kann ich da nicht widerstehen. “Wir gehen jetzt auf ein Eis und dann frag ich dich die Ringstraßengebäude noch einmal ab, damit beim Test morgen nichts schiefgeht!”

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Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: November 2020

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Bildquellen: shutterstock

 

 

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