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Imker Herr Fuchs mit seinen Bienen

Sumsi-Alarm: 6 Tipps, wie wir Bienen retten können

Unzählige Bienen tummeln sich auf der Wabe. Ich bin wie der Imker ohne Schutzkleidung, aber ich habe keine Angst. Er strahlt Ruhe und Sicherheit aus, während er mir die Vorgänge am Bienenstock erklärt. Meine Tochter lugt mit Sicherheitsabstand und ihrer Stoff-Sumsi im Arm hinter einem Baum hervor.

Zum Weltbienentag haben wir uns mit unserem Raiffeisen-Maskottchen etwas näher beschäftigt und Antworten vom Imker geholt, was wir tun können, um dem Bienensterben entgegenzuwirken.

Im Bild ist ein frisch gemähter Rasen zu sehen.

Rasen werden regelmäßig gemäht, blumen- und artenreiche Wiesen wurden zu Monokulturen, in der Landwirtschaft werden Pestizide und Umweltgifte eingesetzt. Das Grundstück, auf dem unsere Wohnhausanlage steht, war früher eine große, grüne Wiese. Eine Vielzahl an Industriezentren wurde in den letzten Jahrzehnten auf saftigem Grün gebaut. Dies alles sind Faktoren, die Lebensraum und Nahrungsgrundlagen für Bienen zerstören und das Bienensterben vorantreiben.

Bienen schon seit über 100 Millionen Jahren

Dabei besiedeln Bienen die Erde bereits seit etwa 100 Millionen Jahren. Und sie spielen in der Nahrungskette eine große Rolle. Gäbe es keine Bienen mehr, müssten wir auf viel mehr verzichten als auf den Honig, mit dem sich meine Tochter gern ihr Müsli versüßt. Etwa 75 % aller Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Und ohne Bestäubung kann das Heranreifen von Obst und Gemüse nicht stattfinden.

Hier spielen die viel größeren Bienenkolonien mit ihren ca. 60.000 Bienen eine weit bedeutendere Rolle als zum Beispiel Hummelkolonien, die meistens nur aus 200 bis 300 Tieren bestehen.

Bienen auf der Bienenwabe tummeln sich

Welche Nahrungsmittel es ohne Bienen nicht gäbe

Im Zusammenhang mit Bienen denke ich, wie viele wahrscheinlich, in erster Linie an Honig. Es gibt jedoch viel mehr Nahrungsmittel, die es ohne Bienen nicht geben würde: zum Beispiel Obst, Fruchtsäfte, Gemüse, Kosmetik, Fruchtgummi und viele mehr. Hier geht es zu einer interessanten Übersicht, welche Nahrungsmittel es ohne Bienen nicht gäbe: beebetter.de.

Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen.“

Albert Einstein

Diese Aussage hat schon Albert Einstein getätigt. So ganz dramatisch ist es nicht um uns bestellt, beruhigt uns der Imker. Trotzdem sollten wir alles, das uns möglich ist, unternehmen, um Bienensterben zu vermeiden.

Tipps, um Bienen zu retten

Das Bild zeigt eine Wiese mit Wildblumen wie Kamille.
  1. Beim Rasenmähen mehr darauf achten, wann gemäht wird. Abwarten, bis Blumen verblüht sind, Palmkätzchen erst nach der Blüte schneiden.
  2. Im Garten ein Stück Wiese gar nicht mähen. Dort alle Blumen wachsen und gedeihen, Gänseblümchen und Co stehen lassen. Wenn eine ganze Ortschaft solche Flecken mit Blumen stehenlässt, vergrößert sich die Quelle für Bienen um ein Vielfaches.
  3. Auf bienenschädliche Pflanzenschutz-, Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel, also Pestizide, Herbizide und Biozide in Haus und Garten verzichten.
  4. Bienentränken aufstellen
    Auch natürliche Wasserquellen sind rar geworden. Besonders in stadtnahen Gebieten finden Bienen häufig nicht genügend Trinkmöglichkeiten. Hier kann man mit einer Bienentränke Abhilfe schaffen: Dazu wird eine flache Schale mit Wasser gefüllt. Da Bienen nicht schwimmen können, ist hierbei besonders auf einen flach abfallenden Zugang zu achten.
  5. Insektenhotels aufstellen: Hier können Bienen und andere Bestäuberinsekten Schutz und Nistplatz finden: umweltberatung.at.
  6. Beim Honigkauf auf jeden Fall auf österreichische Qualität achten. Je mehr Imker* in Österreich gefördert werden, umso mehr Bienen gibt es wieder in unserem Land. Denn Honig kann man überall kaufen, aber Bestäubung nicht.
Imker Herr Fuchs, spricht über Bienen und Bienensterben
Imker Johann Fuchs über das Bienensterben

Zum Abschluss noch eine gute Nachricht: Es tut sich auch im Großen etwas. Der EU-Gerichtshof hat das Verbot von Neonicotinoiden (synthetisch hergestellten Insektiziden) in Europa nach acht Jahren Rechtsstreit bestätigt. Einen genauen Artikel darüber können Sie hier lesen.

Und noch ein Tipp für alle, die Angst vor Bienen haben: Ruhe bewahren. Wer versteinert stehen bleibt und sich das Gesicht bedeckt (Mund und Nase mit Händen schützt und somit das ausgeatmete CO2 verteilt – auf CO2 reagieren Bienen), hat nichts zu fürchten. Im Gegenteil: Die Bienen verlieren sofort das Interesse und schwirren ab.

Danke Herrn Fuchs, Imker aus Leidenschaft, für diesen interessanten Einblick! Ich versüße mir den Tag heute mit einem Picknick im Grünen. Gemeinsam mit meiner Tochter, ihrer Kuschel-Sumsi und einem Müsli mit regionalem Honig aus Österreich.

Imker Johann Fuchs im Video:

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Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: Juni 2021

*Aufgrund der Lesbarkeit verzichten wir im Text auf das Gendern. Sämtliche personenbezogene Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH oder kurz Raiffeisen KAG

Bildquelle: shutterstock, Raiffeisen Research

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Beitrag verfasst von:

Gabriela Fink

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