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Mehr-Generationen-Familie genießt die Natur - Testament

5 wertvolle Anregungen rund um Testament und Erbschaft

Brigitte und Robert sind seit kurzem in der Pension. Sie haben drei gemeinsame Kinder und erfreuen sich an ihren fünf Enkelkindern. Das Paar lebt seit Jahren in einem Einfamilienhaus. Zusätzlich gibt es Sparbücher, Lebensversicherungen und ein Wertpapierdepot an Vermögenswerten. Robert und Brigitte liegt es am Herzen, ihre finanziellen Angelegenheiten bereits zu Lebzeiten zu regeln. Ihre drei Kinder verstehen sich gut, aber zu oft hört man von Erbstreitigkeiten trotz Testament – auch in den besten Familien.

Möglicherweise befinden Sie sich in einer ähnlichen Lebenssituation. Hier möchten wir Ihnen Fragen mit auf den Weg geben, um aktiv Ihre Vermögensübergabe regeln zu können.

Welche Vermögenswerte sind vorhanden?

Sparbücher, Versicherungen, Wertpapiere, Immobilien, Schmuck, Antiquitäten, Unternehmensanteile und anderes sind Vermögenswerte, die im Todesfall automatisch an die Hinterbliebenen übergehen. Sie können sich jedoch auch für die Variante einer aktiven Vermögensübergabe zu Lebzeiten entscheiden. Während die Regelung für z. B. das Sparbuch sehr einfach ausfällt, sieht dies bei Unternehmensanteilen anders aus. Eine rechtliche Beratung ist hier empfehlenswert.

Wer soll bei der Vermögensübergabe berücksichtigt werden?

Das gesetzliche Erbrecht regelt, wer im Todesfall bei der Aufteilung des Nachlasses berücksichtigt wird. Die gesetzliche Erbfolge ist durch das Parentel-System und das Ehegattenerbrecht festgelegt. Ohne ins Detail zu gehen, kann man sagen, dass Nachkommen (nach dem Grundsatz “alt vor jung”) sowie Ehepartnern bzw. eingetragenen Partnern grundsätzlich ein Recht am Erbe eingeräumt Jemand unterschreibt sein Testament.ist.

Soll die gesetzliche Regelung keine Berücksichtigung finden, ist es nötig, ein Testament (letztwillige Verfügung) zu verfassen. Welche Arten des Testaments es gibt und welche Formvorschriften hierbei einzuhalten sind, lesen Sie am besten hier nach. Grundsätzlich verdrängt ein Testament die gesetzliche Erbfolge. Eine Ausnahme hiervon bildet das Pflichtteilsrecht. Es besagt, dass bestimmten Personen ein Mindestanteil am Wert des Vermögens des Verstorbenen zusteht.

Wann möchten Sie das Vermögen übergeben?

Brigitte und Robert sind der Meinung, dass eine finanzielle Unterstützung ihrer Familie zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoller ist, als in 5, 10 oder 20 Jahren. Wohnungskauf, das Studium der Enkel, das Auslandsjahr in Australien sind für ihre Kinder große finanzielle Herausforderungen. Aufgrund dessen möchten Brigitte und Robert einen Teil ihrer Vermögenswerte bereits zu Lebzeiten übertragen.

Auch interessant:  Möchten auch Sie sich mittels Fondssparen Ihre Wünsche verwirklichen?

Wann die Übergabe des Vermögens stattfinden soll, ist eine sehr individuelle Entscheidung. Eine Reihe von Faktoren beeinflussen diese und sie sollte wohlbedacht sein. Sie können sich auch dafür entscheiden, verschiedene Vermögenswerte zu unterschiedlichen Zeitpunkten weiterzugeben.

Wollen Sie Ihr Vermögen nicht bereits zu Lebzeiten weitergeben, die Unterstützung Ihrer Kinder und Enkelkinder ist Ihnen dennoch sehr wichtig? Dann können Sie das auch mit einer regelmäßigen, monatlichen Zuwendung in Form von Fondssparen wahrnehmen. Was ist Fondssparen? In unseren Beiträgen „Möchten auch Sie sich mittels Fondssparen Ihre Wünsche verwirklichen?“ oder „Meine Kinder sollen es besser haben!“ finden Sie lesenswerte Informationen dazu.

Auf welche Art möchten Sie Ihr Vermögen zu Lebzeiten übergeben?

Wenn Sie bereits zu Lebzeiten festlegen wollen, an wen und wie Vermögenswerte übertragen werden sollen, dann sind die beiden häufigsten Arten die Schenkung sowie die Übergabe unter Lebenden.

  • Schenkung unter Lebenden: Bei einer Schenkung handelt es sich um eine freigiebige Übergabe ohne Gegenleistung. Das könnte z. B. die Münzsammlung sein, die Sie Ihrem Sohn aushändigen. Seit einigen Jahren gibt es in Österreich keine Schenkungssteuer mehr. Schenkungen unter Lebenden unterliegen allerdings einer Anzeigepflicht beim Finanzamt (Ausnahme: Schenkungen unter Angehörigen, die innerhalb eines Jahres den Gesamtwert von EUR 50.000,– nicht übersteigen).
  • Übergabe unter Lebenden: Die Übergabe zeichnet sich dadurch aus, dass die Übertragung des Eigentums mit einer Gegenleistung verbunden ist. Am häufigsten findet dies in der Praxis wahrscheinlich in Form der Übergabe eines Hauses oder einer Wohnung statt. Neben der Abtretung der Immobilie werden hier oft verschiedene Rechte wie lebenslanges Wohnrecht oder Belastungs- und Veräußerungsverbot vereinbart. Zusätzlich kommt es häufig zu Absprachen hinsichtlich Erhaltungskosten oder möglichen Kosten für Sanierungsmaßnahmen.

Wofür und wieviel Geld benötigen Sie noch zu Lebzeiten?

Segelboot am Meer - Testament & Co.Sich über ein mögliches Testament Gedanken machen, ist sinnvoll. Ebenso wichtig ist es allerdings,  seine verbleibende Zeit so gut wie möglich zu nutzen, sie zu genießen. Unsere Eheleute sind leidenschaftliche Segler. So oft es ihnen möglich ist, üben sie ihr Hobby aus – sowohl am Neusiedlersee als auch in Kroatien und Griechenland.

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Im Zuge der Vermögensübergabe sollten auch Sie sich überlegen, welche Ausgaben noch anstehen bzw. welche Wünsche und Träume Sie sich erfüllen möchten:

  • Welche Hobbies möchten Sie bis ins späte Alter ausüben?
  • Fallen Renovierungsarbeiten am Haus an, die berücksichtigt werden müssen?
  • Wie stehen Sie zum Thema Pflege: Wenn diese nötig sein sollte, wo möchten Sie sich versorgt sehen? Gibt es eine Versicherung für diesen Fall bzw. wie viel Geld wird dafür nötig sein?
  • Möchten Sie sich ein neues Auto anschaffen, das Ihnen einen bequemeren Einstieg ermöglicht?
  • Stehen mehrere bzw. längere Reisen auf Ihrem Wunschzettel?

Achten Sie darauf, dass für zukünftige Ausgaben weiterhin ausreichend Vermögen zur Verfügung steht.

Wir hoffen, Ihnen wichtige Anregungen mitgegeben zu haben, ob und wie Sie Ihre Vermögensweitergabe regeln möchten. Wenn Sie das Thema offen in Ihrer Familie ansprechen, wird dies auch für Ihre Familienbeziehung ein Gewinn sein. Bei Bedarf kann eine zusätzliche rechtliche Unterstützung Klarheit schaffen.

 

Wir weisen darauf hin, dass dieser Beitrag keine Rechtsberatung darstellt und ein Beratungsgespräch für die persönliche Nachlassregelung nicht ersetzt.

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: Oktober 2019

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Bildquelle: shutterstock

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